Donnerstag, 18. Februar 2010

Popcorn und Parmesan

Karneval ist wie Weihnachten: Man fiebert dem Fest entgegen, feiert es ausgiebig und wenn es dann vorbei ist, ist der Zauber weg. Gut ablesbar im Handel. Unmittelbar nach Weihnachten kommt die Faschingsdeko in die Läden, einen Tag nach Aschermittwoch stehen schon die Schokohasen parat. Und dabei hat man noch so viel Kaubonbon- und Gummisüßkram, den man zahnbewusst vertilgen muss, bevor in rund 40 Tagen dann die Schoko-Offensive kommt...
Was Karneval angeht ist das Fest für Tamrat – nach eigenen Aussagen – das schönste, nach Weihnachten. Na bitte! Er freute sich riesig, endlich sein Piratenkostüm anzuziehen und sich fast jeden Tag schminken zu lassen. Von Oma und Opa wurde er noch mit Fernrohr, Augenklappe und Säbel ausgestattet, was begeistert angenommen wurde, ziert doch alles den „Jolly Roger“, die Piratenflagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen. Die kindliche Lust am Morbiden!
Wie auch im letzten Jahr war Kick-Off am Altweiberdonnerstag im Kindergarten, gefolgt vom sonntäglichen Viertelumzug in Niederkassel – zum Kamelle-Warmschnappen für den großen Umzug tags drauf. Am Rosenmontag war zwischendurch immer eine kleine Akrobatik vonnöten: In der einen Hand das Altbier, in der anderen Tamis Piratenhut zum Kamellefangen und oben drauf balancierend 18 Kilo helau-rufender Jeckenspaß, der mein Schulterkreuz auf eine anhaltende Belastungsprobe stellte. Bester Fang für Tami: Eine Wienerwurst im Tütchen (ählich BiFi), die sofort mit Heißhunger vertilgt wurde und ein gelbes Mini-Aufziehauto. Am Dienstag kamen dann beim Schulumzug seiner ältesten Cousine in Köln nochmal gefühlte fünf Kilo Süßkram hinzu, der zwischen allen Kids gerecht aufgeteilt wurde. Aber statt Gummibärchen ist der neueste Ernährungshit bei Tamrat jetzt: Popcorn! Na, wenigstens hat sich der herzhafte Genussbereich bei ihm jüngst um frisch geriebenen Parmesankäse erweitert. Bin gespannt, was als nächstes kommt.

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