Sonntag, 1. März 2015

Zimmer besetzt



Endlich, nach vielen Tagen und Abenden hat nun jedes Kind sein eigenes Zimmer. Summiert, mindestens einen kompletten Altpapiercontainer mit IKEA-Kartons gefüllt, zwei Mal den Kinderzimmervorhang schuldlos zur Schneiderin gebracht (einmal zu breit, das andere Mal unterschiedlich lang), 1.000 Dinge drumherum erledigt. Wer sagt, dass er mal eben das Kinderzimmer renoviert hat, dem lache ich ins Gesicht. Das war schon ein Projekt.
Nun, die Möbel sind aufgeteilt bzw. neu gekauft, die Dinge einsortiert– allein der Wandschmuck ist noch nicht da. Aber da soll jeder selber für seine Wände produktiv werden. Ob selbst gemalt oder Plakate, hier wollen wir nicht den Stil vorgeben. Schließlich äußert sich damit ja auch die Persönlichkeit bzw. zeigt an, wer in diesem Zimmer wohnt. Tamrat hat sich erstmal schön ausgebreitet: fast das komplette LEGO und viel Playmobil versammelt sich auf dem Boden. Dass Klamotten, wenn sie dreckig sind, in den Wäschesack und wenn sie es nicht sind, in den Schrank gehören, gehört jetzt zum täglichen Lernpensum. Auch der Respekt vor der Privatsphäre des Anderen gehört dazu. Das ist aber eher eine Lernaufgabe für Banchia. Sie kann mit ihrem Freiraum im eigenen Zimmer noch nicht so viel anfangen und möchte lieber sehen, was Tamrat macht. Wenn er gerade kein Bock auf schwesterliche Anwesenheit hat, wird es laut und knallen Türen. Familiennormalität eben.

Keine Kommentare: