Während wir das Glück hatten, dass Tamrat in seinem
Kindergarten von den Quälgeistern, die auch dort immer wieder mal auftraten,
verschont geblieben sind, hat es Banchiayew nun erwischt. Die Dinger wurden kurioserweise beim Kindearztbesuch ersichtlich, wo Stephanie eigentlich mit Banchia wegen ihres
anhaltenden Hustens war. Danach war die Welt nicht mehr die gleiche. Goldgeist-Geruch
erfüllte die Räume, nachdem wir alle vier uns damit behandelt haben. Tamrat und
ich blieben offensichtlich ohne Befall, aber Stephanie hatte ein paar bekommen.
Ich ging mit Banchia zum Frisör, um von ihrer wilden Mähne wenigsten ein bisschen abschneiden zu lassen, denn mit
Nissenkamm durch Banchias – und Tamrats krause Haare – zu
kommen ist für beide eine schmerzhafte und langwierige Angelegenheit. Davon abgesehen: in die Wuschelmähne kann man literweise
Goldgeist applizieren, bis man halbwegs sicher ist, dass auch überall bis zur
Kopfhaut was hinkommt von dem Zeug.
Glücklicherweise war nach einer Woche –Haare unter strenger Beobachtung – der
Spuk für uns alle vorbei. Aber jeder neue Aushang im Kindergarten lässt uns nun als ehemalige Betroffene
zusammenzucken und hoffen, dass der Läuse-Kelch diesmal an uns vorbeigeht.


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