Runde 50 Jahre ist es her, da meine Großeltern in DU-Neudorf eine Gartenparzelle im Kleingartenverein Nachtigallental bewirtschafteten. Seit dem Tod meines Opas 1991 sorgt meine Oma alleine fürs Gedeihen von Blumen und Gemüse. Um nach einigen Jahren Land und Laube jetzt für das anstehende Jubiläum in einen präsentablen und damit feierwürdigen Zustand zu bringen, war nun ein kleines Renovierungsprogramm fällig. Meine Oma (bald 89) versicherte sich dabei der Mithilfe ihres ältesten Enkels. Der, wie das Bild zeigt, schon 1969 – etwas jünger als Tami heute – im Kleingarten sein Unwesen trieb.40 Jahre später ging es weniger mit Schaufel und Gießkanne, dafür aber unfallfrei mit Pinsel, Farbe und Akkuschrauber zu Werke. Spaliere mussten repariert und Ausbesserungen an der Laube vorgenommen werden. Einige Handwerksarbeiten wurden bereits in der Woche zuvor ausgeführt. Währenddessen matschte Tami auf dem noch unbepflanzten Feld herum. Nicht anders als Klein-Robert früher auch.
Jetzt am Samstag – quasi als Schlusspunkt des ganzen Gartenputzes – wurde das Häuschen noch einmal blütenweiß gestrichen. Stephanie übernahm derweil mit meiner Oma die Mittagsverpflegung. Tami wollte mir beim Streichen natürlich helfen und wurde dazu von seiner Ur-Oma regelrecht farbfest verkleidet. Mit Pinsel und Wandfarbe übernahm er es, die groben Leitlinien an die Wand zu skizzieren, bis ich ihn bremsen musste, da er auch andere Dinge als die Wände künstlerisch bearbeiten wollte. Seine braunen Hände mit den weißen Klecksen waren zum Schluss jedenfalls ein schöner Fall von partiellem Body-Painting.

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