Montag, 26. April 2010

Versprechen muss man halten

Ob wir uns das zeitlich leisten können? Sollten wir nicht lieber Kartons packen und einen Schlachtplan fürs nächste Wochenende ausdenken? Nun, der Besuch bei Tamrats Cousins war aber schon lange abgesprochen, das Wetter versprach warm und sonnig zu werden, also fuhren Tami und ich los zu meinem Bruder nach Alzenau. Da Tamis Kindergarten am Montag geschlossen hatte wegen Weiterbildung, bot es sich an, noch eine Übernachtung dran zu hängen. So lohnt es sich wenigstens für die Kinder. Und ich hatte ebenfalls abends Zeit, mit Bruder und Schwägerin mal entspannt zu quatschen. Stephanie nutzte parallel die Gelegenheit, Ihrem Patenkind den schönen "Mädchentag" inklusive Übernachtung in Düsseldorf anzubieten, den sie Henny schon vor längerem mal versprochen hatte.
Am Sonntag war auf dem Hahnenkamm, einem Höhenzug in der Nähe von Alzenau (also nicht der in Thüringen) ein Familienfest. Bodo schlug vor, dass wir durch Felder und Wald hoch laufen. Er wollte dann später etwas früher gehen, um uns mit dem Auto von dem Ausflugslokal
auf dem Bergrücken, das das Fest ausrichtete, abzuholen. Aus der veranschlagten Dauer für den Aufstieg von einer Stunde, wurden dann etwas mehr als zwei. Im Wald wurde es sogar recht steil und der Aufstieg wurde zu einer Durchschlageübung: Die Waldarbeiter hatten kreuz und quer ihre frisch gefällten Bäume liegen gelassen und sind ins Wochenende entschwunden, sodass wir und die Kids mühsam drüber, drunter und drauf klettern mussten. Alle drei Cousins und Tami waren entsprechend k.o. als wir oben waren. Da gab es dann erst mal eine Grillwurst und was zu trinken. Aber die Limo war noch nicht leer, die Wurstsemmel nur zur Hälfte verdrückt, da waren alle vier – schwuppdiwupp – schon wieder fit genug, um die Hüpfburg zu entern und um den kleinen Aussichtsturm zu besteigen. Klar, aber vorher jammern bis der Waldschrat kommt.
Später fand Tami noch Gefallen am geschminkten Tiergesicht seines jüngsten Cousins Silvan und ich zeigte ihm, wo das Kinderschminken stattfand. Er zockelte los und als ich ein paar Minuten später gucken kam, hatte er sich aus dem Vorlagenbuch ein gelbes Drachen-Tattoo ausgesucht, was er sich stolz auf den Oberarm malen ließ. Am Abend war es bereits ziemlich verwischt und sah aus, als ob er einen riesigen älteren blauen Fleck dort hätte. Nicht, dass die Kindergärtnerin am Dienstag noch falsche Schlüsse zieht...

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