Um Tiere aus den drei Naturräumen Afrika, Asien und Alaska bestaunen zu können, benötigt man ein Flugticket und Zeit für eine halbe Weltreise. Kürzer funktioniert es im Ruhrgebiet: Die ZOOM Erlebniswelt (der ehemalige Ruhr-Zoo) in Gelsenkirchen macht’s möglich, die Lebensräume Afrika, Asien und Alaska an einem schönen Sonntag wie gestern zu erforschen.Mit der Familie eines meiner Kollegen trafen wir uns um 11 Uhr in deren Heimatstadt, um gemeinsam „ihren“ Tierpark zu entdecken. Mit Bollerwagen als mobile Kantine für Mittagssnacks und Kuchen wurde zuerst Asien besucht, dann Afrika und zuletzt Alaska. Alle drei Areale sind voneinander abgetrennt und man wird jeweils über einen vorgegebenen Weg an allen Tierattraktionen vorbeigeführt. So riesig viele sind es gar nicht, aber die sehr schöne landschaftliche Gestaltung der einzelnen Bereiche, lässt den Besuch eher als eine Tierwanderung als einen klassischen Zoobesuch erscheinen. Hier ist auf jeden Fall der Weg ein Teil des Ziels. Denn er führt mal über aufgeständerte Holzkontruktionen, mal durch schöne Tierhäuser, mal als Hängebrücke über einen künstlichen Canyon oder im transparenten Acryltunnel unter dem Robbenbecken hindurch. Kinder können hier und da über Rutschen kleine Abkürzungen nehmen. Künstliche Felsformationen als Kulisse sowie attraktive Beobachtungsposten vermitteln hinter jeder zweiten Wegbiegung neue Eindrücke. Fantasievolle Spielplätze mit Picknick-Gelegenheiten lockern für die Kinder die einzelnen Rundgänge auf; eine automatisch gesteuerte Bootstour (African Queen) und eine 3D-Simulation (Alaska Ice Adventure) bieten auch für Erwachsene eine überraschende Abwechslung zwischen den Tierbeobachtungen. Ohne ermüdenden „zwangs-didaktischen Überbau“ durch zu viel Erklärungen zu jedem Tier liegt der Reiz der ZOOM Erlebniswelt – wie der Name schon sagt – auf dem reativ nahen Beobachten der Tiere und dem Erleben der dafür nachgebauten Umgebung. Nicht nur Stephanie und ich waren begeistert, auch Tamrat fand es toll. Er zeigte keine Ermüdungserscheinungen und war nur ängstlich vorm Minengeist in Alaska. Eine lustige Licht-Projektion in einem hölzernen Durchgang.
Am Abend wurde bei den Gastgebern gar noch der Grill auf der Tarrasse angeworfen – ist ja erst Ende September. Und wenn es für Tami eine Grillwurst und – so spricht er’s genüsslich aus: – „Flaisch“ gibt, dann war’s ein guter Tag. Ach was sag’ ich: es war für alle ein perfekter Tag!

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