Und wieder lag ein Feiertag (Allerheiligen) derart günstig, dass man versucht war, diesen zu nutzen – auch wenn diesmal ein zusätzlicher Urlaubstag (Montag) fürs lange Wochenende vonnöten war. Stephanie gab mir drei Tage frei, um jetzt im Herbst wieder alleine auf eine Mountain-Bike-Tour zu gehen. In gut drei Tagen, mit zwei Übernachtungen, kommt man fast 300 km weit. Im letzten Jahr reichte diese Spanne aus, um von der Ruhrquelle zur Mündung nach Duisburg-Ruhrort zu radeln. Diesmal stieg ich in Sichtweite in die Pedalen, um von Duisburg-Homberg den Rhein hinab nach Rotterdam zu fahren. Die Route führte am ersten Tag noch unmittelbar am Rheinufer entlang, während sie später fast nur auf der Deichkrone weiterführte. Links der Blick in eine beschauliche – manche sagen: langweilige – niederrheinische Landschaft mit vereinzelten Höfen und später in Holland kleinen Dörfchen; rechts der Blick auf einen zunehmend breiter werdenden Rhein, der sich spätestens ab Nijmegen in Holland verästelt. Einige Fähren benutzend erreichte ich dann über Dordrecht die ersten Ausläufer der Hafenstadt Rotterdam. Die erste Übernachtung (Bed & Breakfast) erfolgte nach 105 km in Kleve, die zweite nach weiteren 90 km in der holländischen Kleinstadt Zaltbommel und am dritten Tag ging es nach weiteren 100 km am Nachmittag vom Rotterdamer Hauptbahnhof mit der Bahn in dreieinhalb Stunden über Venlo nach Düsseldorf zurück. Die gesamte Strecke stellt natürlich keine Herausforderung an ein Mountain-Bike dar, aber sein geringes Gewicht und seine Übersetzung machen es dennoch auch auf asphaltierten Wegen zum guten Gefährt. So konnte ich mit ihm auf den gut ausgebauten Deichwegen – speziell in Holland – gut Strecke machen, dabei die Nase in den (moderaten) Wind halten und die Gedanken schweifen lassen. Ein schönes Gefühl von Kurzurlaub!


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