Auf diesen zweiten Geburtstag freute sich Tami schon viele
Tage vorher. Der Tag, an dem wir eine Familie wurden, wird mit ein paar kleinen
Geschenken und einem abendlichen Essengehen beim Äthiopier gefeiert. Diesmal
konnten wir unsere Freunde gewinnen, mitzukommen. Ihr Sohn – Tamrats bester
Freund – musste sich erstmal etwas überwinden, wieder mit den Fingern zu essen. Kein Wunder, bekommt man es ja sonst am Tisch aufs Äußerste verboten. Der Inhaber
meinte es wieder mal gut mit uns und tischte ordentlich auf, was uns allen
schmeckte. Da am frühen Abend noch nicht viel los war und die Köchin von den Kindern begeistert war,
hat sie für alle noch eine riesige Schüssel voll Popcorn gemacht. Popcorn ist in
Äthiopien nichts Ungewöhnliches; es wird dort eigentlich beim Kaffee zum
Knabbern gereicht. Am angebotenen hochprozentigen Rachenputzer am Ende habe ich
nur nippen können, bevor ihn Stephanie mir aus der Hand genommen und heruntergestürzt hat. Nur um mich als
Fahrer nicht schwach werden zu lassen. Das nenne ich „Selbstaufopferung“!


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