Dienstag, 29. Januar 2013

Tami-Tag



Auf diesen zweiten Geburtstag freute sich Tami schon viele Tage vorher. Der Tag, an dem wir eine Familie wurden, wird mit ein paar kleinen Geschenken und einem abendlichen Essengehen beim Äthiopier gefeiert. Diesmal konnten wir unsere Freunde gewinnen, mitzukommen. Ihr Sohn – Tamrats bester Freund – musste sich erstmal etwas überwinden, wieder mit den Fingern zu essen. Kein Wunder, bekommt man es ja sonst am Tisch aufs Äußerste verboten. Der Inhaber meinte es wieder mal gut mit uns und tischte ordentlich auf, was uns allen schmeckte. Da am frühen Abend noch nicht viel los war und die Köchin von den Kindern begeistert war, hat sie für alle noch eine riesige Schüssel voll Popcorn gemacht. Popcorn ist in Äthiopien nichts Ungewöhnliches; es wird dort eigentlich beim Kaffee zum Knabbern gereicht. Am angebotenen hochprozentigen Rachenputzer am Ende habe ich nur nippen können, bevor ihn Stephanie mir aus der Hand genommen und heruntergestürzt hat. Nur um mich als Fahrer nicht schwach werden zu lassen. Das nenne ich „Selbstaufopferung“!

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