Nach vielen Jahren lagen die neun Veranstaltungstage unserer „Größten Kirmes am Rhein“ auf den Oberkasseler Rheinwiesen mal nicht in der NRW-Ferienzeit. Nachdem wir mit Tamrat 2010 das letzte Mal – damals noch mit ihm alleine – auf der Kirmes waren, starteten wir diesmal als nun vierköpfige Familie am heute Nachmittag. Beide Kinder bekamen vorab mit Kugelschreiber groß meine Handynummer auf die nackten Unterarme geschrieben, damit im Falle eines Falles man wieder zusammengeführt werden konnte.
Aber am heutigen Tag war es seltsamerweise nicht ganz so rappelvoll wie vermutet, denn die Temperaturen waren sehr angenehm. Somit schlenderten wir die eine Kirmesstraße hoch und später die Parallelstraße wieder runter. Dazwischen war genug Zeit zum Zuckerwatte schlecken, Entchen angeln und Karussell fahren. Auch ein paar andere Kinder aus Tamrats Schulklasse und Verein hatten an diesem Nachmittag das gleiche Vergnügungsziel. Tamrat war ganz enttäuscht, dass er an der Schießbude noch nicht mit dem Gewehr schießen durfte. Das kann er später machen und seine erste Plastikrose – oder was auch immer als Preis im winken mag – nach Hause bringen. Für Banchia war das nun alles das erste Mal und ziemlich neu. Sie war erst abwartend staunend, später ganz aufgeregt. „Ich will hier drauf“ hörte man sie immer krähen. Aber nach den für sie passenden Attraktionen war sie am Ende ganz geschafft. Banchia und Tamrat – der heute ja auch noch Schule hatte und sein erstes Zeugnis bekam – ließen sich willenlos und ohne Protest zum Ausgang delegieren. Zeichen dafür, dass beide Kinder wirklich geschafft waren.


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