Sonntag, 14. September 2008

Ein Kind Gottes

Uff, sind wir kaputt. Tamrats Tauftag liegt hinter uns und wird haben gerade noch die vielen Glückwunschkarten gelesen. Nachdem Tami seine schönen Geschenke noch zuhause ausgepackt hat und noch kurz ihnen noch ein wenig gespielt hat, ist er lieb und brav ins Bett gegangen und sofort eingeschlafen. Er hat sich den ganzen Tag über wirklich vorbildlich verhalten und bei seinem besonderen Tag in der Kirche richtig gut „mitgespielt“.

Unglücklicherweise begann die Tauffeier in der Kirche erst um 13 Uhr - im Anschluss an die 12 Uhr-Sonntagsmesse. Auch in unserem Sprengel werden ja alle Gemeinden zusammengelegt und da war dies an diesem Wunsch-Wochenende die einzige Möglichkeit. Die Taufe hatte der Pfarrer sehr familiär zelebriert. Wir 13 Erwachsene und 8 Kinder bildeten einen schönen Halbkreis im Altarraum und ein paar Kinder (Joel, Franca und Arne) wurden in die Zeremonie miteinbezogen: Sie "assistierten" bei den Salbungs- und Taufhandlungen. Mein Patenkind Joel hatte die Ehre, die große Schale mit dem Taufwasser und dem Tuch zu halten. Sie war wohl doch etwas zu schwer für ihn, und – schwupps – war die silberne Karaffe in der großen Schale umgekippt, aber zum Glück nicht völlig leergelaufen. Damit war allerdings das kleine Tüchlein nass, mit dem Tamrats Kopf abgetrocknet werden sollte. Aber Tami trug’s mit Fassung; zum einen den Taufvorgang selber und zum anderen, dass sein Hemdkragen vom runtertropfenden Wasser anschließend etwas nass war.
Im Restaurant zur
Familienfeier waren wir dann schließlich erst kurz vor halb 3. Da waren alle Cousins und Cousinen natürlich schon „jenseits von Gut und Böse“, denn keiner von ihnen hatte jetzt mehr so richtig Lust auf Mittagessen. Aber es ging doch noch alles friedlich zu. Das Wetter war den ganzen Tag schon superklasse - wenn auch mit 20 Grad nicht wirklich warm. Nach dem Essen ging’s dann endlich mit allen nach draußen zum kleinen See und den Wasservögeln sowie zum Spielplatz. Alle waren froh, nun ein Ründchen zu drehen - entweder zu Fuß oder per Laufrad. Nach dem Kaffee - mittlerweile war es 18 Uhr – war es mit der Ausgeglichenheit vorbei und die Kinder wurden zunehmend „rösiger“. Naja, so ein Tagesablauf mit späten Essenszeiten und für alle - bis auf Nike - ohne Mittagsschlaf fordert halt irgendwann seinen Tribut. Was eigentlich auch für uns glückliche und zufriedene Taufeltern gilt (s. oben).

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