Sankt Martin war für Tamrat ja nachhaltig großes Kino. Er singt immer noch Refrains von Martinsliedern - bzw. Stephanie muss ihm bei Autofahrten welche vorsingen. Weihnachtslieder stehen noch nicht sehr hoch im Kurs, auch wenn „Oh, Tannenbaum“ schon in Ansätzen herauszuhören ist.Die Traditionsfigur des Nikolaus vermittelt für Tamrat wohl nicht so eine beeindruckende Botschaft wie Sankt Martin ("Teilen"), auch wenn wir natürlich gesagt haben, dass der Nikolaus nur zu lieben Kindern kommt und man sich für ihn ein bisschen anstrengen muss. Folglich hat er noch am Abend zuvor seine Winterstiefelchen geputzt und eines davon mittig auf die Fußmatte platziert, ganz nach dem Motto: So kann ihn der Nikolaus gar nicht übersehen. Klar war Tami dann auch erfreut, als er am Samstagmorgen etwas Süßes und zwei neue Bücher in bzw. unter seinem Stiefelchen fand.
Dieses Jahr läuft die Vorweihnachtszeit schon etwas anders ab. So findet sich deutlich mehr Schmuck und Dekozeug in der Wohnung als in den Vorjahren. Hinzu gekommen sind bunte Fensterbilder, diverse Teelichter und große Tannenzweige in einer Vase mit Anhängern, die Tamrat zum Schmücken z.T. aus seinem Adventskalender erhält. Außerdem befindet sich an Tamis Zimmerfenster noch eine große Kerze aus farbigen Lichtschläuchen. Als wir das Ding im Baumarkt kauften – eigentlich musste nur eine neue Duschmatte her – fand er auch ein sein Kopf hin- und herschwenkendes Reh mit Schlitten aus weißen Lichtschläuchen Klasse. Das konnte ich ihm aber schnell ausreden, denn so was ist doch platzmäßig eher was für Eigenheimbewohner mit Vorgarten.
Übrigens: Von seinen Nikolausleckerlis und einzelnen Schokosachen aus dem Adventskalender erhalte ich von Tami schon mal morgens was geschenkt zum Mitnehmen fürs Büro. Ist doch nett, oder? Da zeigt sich nachhaltig der St.-Martin-Einfluss.

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