Was war das doch früher für eine entspannte Zeit, diese Tage zwischen Weihnachten und Silvester: Vom geschenkt bekommenen Geld ging man sich noch was Schönes im WSV kaufen; man hing den ganzen Tag rum, sah meistens den ganzen Tag fern und wusste dabei selten, welcher Wochentag eigentlich ist. Tja, those were the days! Nun verhält es sich aber gerade so, dass wir unser erstes Weihnachten als Familie zwar super schön gefeiert haben, aber Stephanie und ich nun „dankenswerterweise“ seit dem Morgen des 27. Dezembers völlig malad sind und jeder mit einer Grippe kämpft. Der Hausarzt sagte heute, die halbe Stadt hätte es getroffen; und wem man auch begegnet: jeder scheint irgendwie verschnupft, verhustet und verschleimt. Seit drei Tagen sind wir beide also zugedröhnt mit Ibuprofen. Und da die Grippe bei mir zum Glück nicht ganz so heftig zugeschlagen hat wie bei Stephanie, ist es folglich an mir, mich um Tamrat zu kümmern und dafür zu sorgen, dass bei dem momentan schönen Wetter draußen keine Langeweile aufkommt. Er jedenfalls ist quicklebendig und rafft es nicht, wenn wir uns schmerzend die Köpfe halten und um Gnade bitten, wenn er wieder lauthals Lieder kräht oder mit der Murmeldose Krach schlägt. Obwohl Tami öfters Arzt spielt und dabei stets einer von uns den Patienten abgeben muss, denkt er wohl, Kranksein ist nur ein Spiel. Pustekuchen! Lassen wir ihm die Illusion und hoffen, dass wenigstens er gesund bleibt! Bislang hat es ihn auch noch nicht ernsthaft mal erwischt.
Da bei Tamis Cousinen in Köln bakteriell und viral auch allerhand los ist, werden wir wohl morgen beschaulich im kleinen Dreierkreis Silvester zuhause feiern. Habe Tami versprochen, ab 18 Uhr vor unserem Haus die ersten Raketen hochzujagen, in der Hoffnung, dass er den Rest ab Mitternacht dann verschläft. Von wegen: same procedure as last year...
Nachtrag: Nach drei Raketen und ein paar Effektfontänen ging Tami am Silvesterabend normal ins Bett. Als ich aber später vom Restfeuerwerken um Mitternacht zurückkam, saß er bei Stephanie auf dem Arm und schaute sich am Fenster interessiert das Feuerwerk an, um dann anschließend zufrieden zurück ins Bett zu gehen.

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