Dienstag, 10. August 2010

Der Wellen- und Ponyreiter

Zum dritten Mal verbrachten wir vom 24. Juli bis zum 7. August unseren Familienurlaub an der holländischen Küste in Vrouwenpolder/Breezand. Vierzehn Tage ausspannen und die Seele baumeln lassen. Zum Glück hielt das sonnige und warme Sommerwetter noch etwas an, das wir ja schon Wochen zuvor zuhause genießen durften. Wieder hatten wir ein schönes Häuschen gemietet und Tamrat war schon morgens kaum zu halten: Nach dem Frühstück riss er die Terrassentüren auf und stürmte mit Fußball ins Freie. Überhaupt: Fußball. Tamrats ganz große Leidenschaft ab diesem Sommer. Und wenn nicht gerade der 7-jährige Nachbarsjunge auf der kleinen Rasenfläche in der Nähe kickte, von dem sich Tmarat ein paar Tricks abgucken konnte, dann musste ich ran. Seine gelben Gummistiefel wurden nicht ein Mal fürs Wetter, sondern stets nur als „Torpfosten“ benutzt. Auch mit den beiden Kindern der direkten Nachbarsfamilie spielte Tamrat Fußball oder mit einigen mitgenommenen Playmobil-Sachen. So blieb auch mal Zeit für uns Eltern, sich mit Kaffee, Buch oder Zeitung in den Liegestuhl vors Haus zu setzen und so individuell die Ferienzeit zu genießen, wenn nicht gerade Meer und Strand lockte.
In der Mitte unseres Urlaubs besuchte uns unsere Freundin Petra mit ihrem Sohn Florian. Für drei ganze Tage bei bestem Seewetter hatte Tamrat nun einen seiner Freunde am Start, um zu spielen oder mit dem Rad umherzusausen. Als stets angeforderter Ferien-Animateur meines Sohnes konnte ich mich dann mal etwas zurückziehen. Am Strand wurde emsig gebuddelt und Burgen gebaut, die die Jungs gegen die anrückende Flut verteidigen mussten. Oder es wurde ausgelassen durch die bei Flut in den Senken entstehenden flachen Wasserlachen geflitzt.
Mittlerweile hat Tamrat auch keine Scheu mehr vor den Wellen. Sie waren ihm bislang ungeheuer und hatten sie noch so kleine Schaumkrönchen auf. An anderen Kindern sah er, dass es wohl Spaß macht, über die anrollenden kleinen Wellen drüberzuhüpfen, und – schwupp – war die Angst weg. Wieder mal ein Beleg dafür, dass man als Elternteil dreimal motivieren kann: „Hey, die Wellen beißen nicht! Komm ich geh’ mit rein!“ Keine Chance: großes Abwehrgeschrei! Fazit: Kinder gucken von Kindern am besten ab, was sie wann wollen. So war es auch beim Ponyreiten. Wir hatten es ihm früh angeboten, da wir gemeinsam immer viele Kinder durch die Ferienhausanlage haben reiten sehen (geführt von einem Elternteil). Und obwohl Tamrat ihnen stets ganz fasziniert hinterhersah, lehnte er ab. Dann auf plötzlich einmal, fast eine ganze Woche später: „Ich möchte gerne mal auf einem Pony reiten!“. Ja, prima. Und weil wir an dem Tag wohl die Letzten waren, durfte Tamrat das Pony am Abend sogar wieder zurück auf die Weide führen.
P.S. Dass es auf Hollands Karussells Panzer gibt, war mir neu. Kein Wunder, dass dieses Gefährt hoch im Kurs stand. Fahrräder, Rennwagen, Feuerwehren... alles pillepalle. Da hieß es für eine Runde: Tami in the tank!

1 Kommentar:

Daniela hat gesagt…

In diesem Karussell hat Oskar 2007 auch schon seine Runden gedreht. Ja, Vrouwenpolder und Umgebung sind schon ziemlich schön!