So, der kleine Mann zählt endlich seine langersehnten fünf Lenze. Schon Wochen vorher wurde jeder Tag auf seinem Playmobil-Kalender ausgekreuzt, der noch zwischen ihm und seinem seinen 5. Geburtstag stand. Die Frage „Wie viele Mal schlafen noch?“ – kennt man ja eher von Weihnachten – hörten wir zusätzlich noch jeden zweiten Tag. Ts,ts, so eine Freude aufs Älterwerden...Am Geburtstag selber mussten wir bereits früh aus den Federn; draußen war es noch stockdunkel. Denn montags ist zurzeit der angesetzte Kontrolltag mit Röntgen im Neusser Krankenhaus, wie es um die Heilungsfortschritte von Tamrats Ellbogen im Gips steht. Und das schon um 8 Uhr, damit man zeitig drankommt. Daher wurde fürs Frühstück nur kurz der Kuchen angeschnitten und ein erstes kleines Geschenk ausgepackt. Die restlichen wurden dann nach dem Krankenhausbesuch einarmig ausgepackt: Es galt das Geschenk vor dem Bauch einzuklemmen und mit dem „heilen“ Arm eine Ecke des Papiers zu fassen kriegen, um alles einhändig abzureißen.
Weil ich mir den Tag freigenommen hatte, standen Tami und ich anschließend gegen 11 Uhr auf seinen Wunsch hin bereits auf dem Spielplatz und spielten auf der Wiese Fußball. Nur eine Handvoll Kleinkinder sprangen dort rum, wöhrend die Mutter in der Sonne saßen. Stephanie werkelte derzeit zuhause in der Küche und produzierte anspruchsvolle Muffins in Schweinskopfoptik. Diese waren tagsdrauf für die Meute im Kindergarten bestimmt.
Gefeiert wurde am Tag selber nur am Nachmittag mit den Großeltern. Als Rentner/Pensionäre hat man da auch mal Zeit für einen Geburtstagskaffee an einem Montag. Die große Kindersause findet dafür erst übermorgen statt. Das Wetter verspricht für den Samstag jedenfalls schön zu werden, sodass der geplanten Schnitzeljagd mit neun Kindern nach Kakao und Kuchen nichts im Wege steht.

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