Montag, 18. Oktober 2010

Tour de Ruhr

In diesem Jahr sind wir nicht wie üblich – ja fast schon traditionell – für ein paar Herbstferientage in den Schwarzwald gefahren. Grund war einmal Tamrats Geburtstagsfeier mit Freunden am vorletzten Samstag und an einer weiteren Geburtstagseinladung für ihn am Mittwoch darauf. So konnte ich mir alleine einen sportlichen Wunsch erfüllen: Ich nahm mir Ende vergangener Woche drei Tage frei und folgte mit dem Mountainbike dem RuhrtalRadweg von der Quelle im sauerländischen Winterberg bis zur Mündung nach Duisburg-Ruhrort.
Mit dem Sauerland-Express ging’s am Mittwoch morgen mit Rad und Rucksack los nach Winterberg und von dort aus in einer ersten Etappe bis nach Neheim, etwas hinter Arnsberg (85 km). Nach einer Hotelübernachtung wurde am Donnerstag munter weitergestrampelt. Immer entlang der Ruhr, die sich mittlerweile vom unscheinbaren Bächlein zu einem kleinen Fluss mit wenig Tiefgang verbreitert hatte. Etappenziel am zweiten Tag war die Altstadt von Hattingen (erneut 85 km). Dort konnte ich glücklicherweise in einer Ferienwohnung oben unterm Dach eines der kleinen Fachwerkhäuschens in der Altstadt zum Preis eines Fremdenzimmers übernachten.
Von da aus waren es am dritten Tag nur noch 65 km bis zur Großplastik Rheinorange, die in Ruhrort seit 1992 als Landmarke an der Ruhrmündung steht. Gut 14 Stunden reine Fahrzeit und 238 km lagen hinter mir. Der RuhrtalRadweg ist insgesamt fahrerisch nicht anspruchsvoll, führt aber über mehrheitlich schöne Wege mal mehr, mal weniger direkt am Ufer der Ruhr zum Ziel.
Leider war bereits am Abend in Neheim der Akku vom Fotoapparat leer. Halb so schlimm, denn die beiden restlichen Tage war der Himmel nur bedeckt und demzufolge schöne Fotomotive rar. Aber immerhin war es die drei Tage windstill und trocken. Und mit Tagestemperaturen um 10 Grad wurde einem beim Radeln ausreichend warm, aber man schwitzte nicht. Fazit: Eine schöne Tour zur besten Jahreszeit.

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