So ein Mist! Der letzte Blogeintrag war noch keinen Tag alt, da erfuhren wir von unserem Vermittler, dass es Probleme bei den äthiopischen Behörden in der Abstimmung untereinander gibt. Irgendein Schreiben vom MOWA (Ministry of Women Affairs) in unserer Adoptionssache liegt bislang nicht dem Familiengericht vor. Zum Glück hat sich die zuständige Richterin entscheiden, die Anhörung mit uns am 30. Juni dennoch durchzuführen. Insofern fliegen wir auf jeden Fall nach Addis. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass – wenn dieser Schrieb spätestens bei unserer Anhörung nicht vorliegt – es kein schriftliches Urteil und keine abschließenden Papiere für uns gibt für einen Kinderpass und fürs Visum. Was in letzter Konsequenz heißt, zunächst einmal ohne unsere künftige Tochter wieder heimzufliegen. Schließlich kann keiner sagen, wann da die Behörden nun zusammenfinden. Fazit: Nichts Genaues weiß man nicht! Klingt fatalistisch, ist es sicher auch ein wenig, denn von hier aus können wir und die einheimischen Vertreter unseres Adoptionsvermittlers vor Ort nichts ausrichten. Ich habe fünf Wochen regulären Urlaub, aber bei Stephanie im Landesdienst ist das nicht so einfach, wenn der so genannte »Tag der Inobhutnahme« – und damit der Beginn der Elternzeit – nicht unmittelbar nach Ankunft eintritt.
Zumindest haben wir aber schon unsere Flüge sicher gebucht. Ob wir unseren Rückflug dann eine Woche oder mit viel Glück dann doch erst drei Wochen später antreten, weiß im Moment nur der Schutzpatron der Stempelschwinger. Also: Daumen drücken!


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