Sonntag, 4. November 2012

Hallenspieltrieb

Indoor-Spielplätze für Kinder und ihre begleitenden, oft zum bloßen Zusschauen verdammten Eltern sind gewöhnungsbedürftig. Aber nur für die Erwachsenen; alle Kinder sind sofort hin und schnell weg. Es reicht gerade noch, ihnen zu sagen, wo man sich dann aufhält, während die Halle gerockt wird.
So war es auch heute, als wir uns mal wieder mit vier weiteren Adoptiveltern aus unserem Jugendamtsseminar zur Adoption (dem Quasi-Pendent zum Schwangerschaftvorbereitungskurs anderer Elternfreundschaften) im Spielparadies Okidoki in Willich trafen. Ich erwartete die übliche Mischung aus Lärm und Wahnsinn, wurde aber angenehm überrascht. Aufgrund des recht früh am Vormittag angesetzten Treffpunkts, ließ sich die Sache entspannt an. Ich kenne zwei andere Indoor-Spielplätze – in Düsseldorf und Neuss –, aber dieser gehört für mich auf Platz 1. Einige Attraktionen sind hier sogar kostenfrei, die Spielgeräte besser in Schuss, der Kleinkindbereich viel animierender und jede größere Gruppe hat jeweils eine kleine abgetrennte und nett gestaltete Hütte, in der man sich abseits vom Spielbetrieb und Lärm unterhalten kann.
Während Tamrat sich beim Eisstock-Luftgleiter-Tisch (wie heißt dieses Ding überhaupt?) und beim Klettern abreagierte, war Banchia ganz fasziniert von den großen Trampolin-Käfigen. Sie liebt es, zu hüpfen und wollte gar nicht mehr herunter! Später wurde sie noch von Konstantin zur Spritztour auf dem Elektroauto eingeladen. Ganz großer Genuss! Und das bei regnerisch-grauem Herbstwetter, wo einem für draußen auch keine rechte Alternative geboten wird.

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