Dienstag, 13. November 2012

»Irgendwie, keine Luft mehr!«

Kleine Posse aus unserem Familienalltag: Unser Staubsauger schwächelte jüngst mit seiner Saugkraft; es war nicht mehr der Alte. Ein zunächst neu eingesetzter Filterbeutel erbrachte keine Verbesserung bei der Saugleistung. Robert, kannst du dich mal kümmern, war die Ansage, das Ding hat irgendwie keine Luft mehr. Nun denn, gehen wir also mal empirisch vor: die starre Rohrstange war frei. Dann mal den kompletten langen Schlauch abgenommen: Saugleistung war da. Schlauch wieder dran: vorne nur ein müdes Lüftchen. Ergo: irgendwo ist was verstopft. Ich zerlegte den Schlauch in Einzelteile, um gerade durchschauen zu können, schraubte gar den breiten Saugkopf vorne auseinander: Kein erkennbares Hindernis.
Auf der Suche im Netz nach einem MIELE-Kundendienst in der Nähe, warf die Suche ein Staubsauger-Zentrum in Düsseldorf mit allen Marken unweit unseres Wohnortes aus. Ein kurzer Anruf erbrachte, dass man mit dem Gerät mal vorbeikommen sollte. Dort angekommen maß der gute Mann die Saugleistung am Schlauchloch unmittelbar am Gerät. Superleistung! Dann blies er umgekehrt durch den Schlauch und siehe da, etwas klapperte. Es zeigte sich weder ein Legostein, noch Unrat, sondern – tata! – eine kleine schrumpelige Kastanie. Sie steckte im gekrümmten Griff und war jetzt lose. Ein Lachen, ein kostenfreies Auf-Wiedersehen und die Erleichterung, um eine Neuanschaffung herumgekommen zu sein. Der Hammer erwartete mich zuhause: Stephanie sagte erstaunt: Ach ja, die Kastanie! Sie hätte letztens unter Tamrats Bett gesaugt und kurz eine Kastanie gesehen, die dann aber verschwunden war. Jetzt fiel’s ihr wieder ein. Stephanie dachte allerdings, die Kastanie wäre unterm dunklen Bett ihr weggerollt. Mitnichten: unser Power-Mega-Superduper-Nimbus2000-Sauger hatte sich das Ding kurzerhand einverleibt. Mahlzeit!

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