Geburtstag an einem Samstag: das muss gefeiert werden. Früher, in Jugendzeiten, war diese Tatsache das Pflichtgebot für eine Party. Jetzt, mit eigenem Kind und Verwandtschaft mit Kindern kann man nicht mehr groß im Mittelpunkt stehen: Die Pänz verlangen nach Kuchen, Saft, Kakao und Sahne, wollen am liebsten deine Geschenke für dich auspacken bzw. schnell wieder ins Kinderzimmer, um weiterspielen. So ändert sich eben die „Geburtstagskultur“… Der Tag heute begann sehr schön - mal abgesehen davon, dass ich an meinem Samstag-Geburtstag um 7 Uhr aufstehen musste. Es erwartete mich in der Küche ein kleiner Kuchen, an dem Tami mitgerührt hat. Stolz zeigte er auf sich, als Stephanie dies erwähnte. Auf ihm steckten knappe 10 brennende Kerzen, mehr müssen es in meinem Alter auch nicht sein. ;-) Immerhin bekomme ich diese ja dann auch noch locker ausgepustet. Die ganze Zeremonie hat immerhin bei Schleckermaul Tami ein wichtiges Wort hinterlassen: "Kuchen". Und von dieser neuen Vokabel wurden dann zum Frühstück auch gleich drei Stücke von ihm verputzt. Später, bei den Vorbereitungen für die Gäste, war Tamrat zunächst sehr erstaunt, dass der große Küchentisch quergestellt und sogar noch verlängert wurde. Vorsichtshalber legte er schnell eine Sitzordnung für uns fest: rechts und links von seinem Tripp-Trapp-Stuhl. Mit so vielen Leuten, darunter Cousinen, Großeltern und Uroma, war er noch nie zusammen in seinem neuen Zuhause. Und gegen Abend war er auch sichtlich aufgedreht, was natürlich auch an der Aufmerksamkeit von Oma, Opa und Uroma lag, die richtig „verknallt“ sind in unseren Sohnemann. Auch Henny und Franca, seine Cousinen, freuen sich über den neuen Spielkameraden und wollen mit Tamrat rumtoben. Bei so einer schönen Atmosphäre ist man gerne nur Nebenfigur und froh, dass sich alle gut verstehen.
Stephanie und ich freuen uns besonders, wie sich Tami in der letzten Woche wieder weiterentwickelt hat: Er will jetzt immer öfter wissen, wie etwas heißt und spricht diese Wörter dann nach. Sicher auch ein Zeichen, dass er sich wohlfühlt und sich der neuen Sprache nun öffnet. Dies macht es natürlich auch bald viel einfacher, ihm Sachen besser zu erklären und mit ihm über Erlebtes und Gesehenes zu reden.

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