Montag, 21. Juli 2008

Kletschnass zum Mittagstisch

Nachdem der Samstag schon sehr unbeständig war, um sich für längere Zeit draußen aufzuhalten, sollte der Sonntag noch eines draufsetzen. Glücklicherweise waren wir bei meinen Eltern in DU-Rahm schon zum Mittagessen eingeladen und dies nahm uns die Sorge, was man an einem Tag mit derartigen Aussichten denn machen soll. Da der Wetterbericht erst für den Nachmittag ergiebigen Regen angesagt hatte, beschloss ich mit dem Fahrrad und Tamrat im Anhänger schon mal vor zu fahren. Stephanie wollte den Vormittag noch für sich nutzen und mit dem Auto und Austauschklamotten dann später fahren. Ich kalkulierte für die Strecke von Haustür zu Haustür anderthalb Stunden ein. Als längere Pause hatte ich mir D-Kaiserswerth ausgesucht, um im dortigen Burghof (Biergarten oberhalb des Rheines) mit Tami einen kleinen Frühschoppen zu machen. Obwohl zeitig losgefahren, war bei Ankunft in Kaiserswerth aufgrund kleinerer Unterstell-Pausen (kurze Schauer zwischendurch) für einen Aufenthalt im Burghof leider keine Zeit mehr. Ganz im Gegenteil: Ein Blick über den Rhein kündigte eine große dunkle Regenfront an. Um trocken und auch pünktlich zum Mittagstisch zu kommen, war es jetzt höchste Eisenbahn. Doch der Regen setzte schließlich schon zwei Kilometern hinter Kaiserswerth ein und hörte erst kurz vor der Haustüre meiner Eltern auf. Ich war nass bis auf die Haut, freute mich aber hungrig aufs Sonntagsessen. Tami ist eigentlich immer guter Dinge im geschützten Anhänger – auch wenn der Ausblick aus dem Wägelchen bei Regentropfen und Dreckspritzern durch die Fensterplanen nicht sonderlich groß ist. Da braucht man sich also - zum Glück - um ihn keine großen Sorgen machen.
Nach dem Essen und dem Versuch eines Mittagsschlafes übernahmen es Oma und Opa, mit Tami zu spielen und ihn zu beschäftigen. Stephanie und ich konnten dafür ein wenig ausruhen. Während ja uns Erwachsenen ein verregneter Nachmittag im Haus aufs Gemüt schlagen kann – hey, es ist Sommer! -, ist das Wetter für Kinder eigentlich völlig nebensächlich. Hauptsache es ist Spielzeug da oder es wird was als solches umfunktioniert. Selbst Vorlesen oder gemeinsam aus dem Fenster Autos auf der Straße beobachten: sowas ist bei Anderen immer spannender als das Gleiche zuhause. Hach ja, liebevolle Großeltern, die praktischerweise auch noch in der Nähe wohnen, sind schon eine tolle Sache!

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