Samstag, 16. August 2008

Essen von der Kolchose?

Heute, am späten Vormittag, sind Tamrat und ich mal wieder zu einer Vater-Sohn-Tour aufgebrochen. Stephanie war mit Freundin derweil an diesem schönen Samstag mal in der City auf Shopping-Tour. Muss auch mal sein…
Die Radtour linksrheinisch nach Zons, mit der Fähre über den Rhein und wieder zurück, war für uns beide nichts Neues, aber ich genieße es, mit ihm unterwegs zu sein. Er ist so fröhlich und "kräht" herum. Es wäre schade, wenn die Zeit mit Tami im Anhänger sich dem Ende nähern würde. Das kann schon bald sein. Denn er besteht neuerdings darauf, dass er im Oktober schon fünf und nicht erst drei Jahre alt wird. Hintergrund: Er weiß, dass sein Freund Arne zum 5. Geburtstag ein Fahrrad bekommen hat. Sowas will er seitdem auch: „Ene (Ich) Fahrrad fahren!“ Wir wiegeln bislang immer noch ab, schließlich wäre er sicher mit Fahrrad noch schneller unterwegs als mit dem Laufrad, denn damit flitzt er schon ordentlich schnell voraus. Aber solange Bremsen und das Straßeüberqueren nicht halbwegs verlässlich klappen, sind wir von Tamrats neuer Idee der Fortbewegung nicht sehr begeistert. Auch wenn es uns natürlich freut, dass er sich das prinzipiell zutraut. Naja, solange er sich noch freut, mit Papa „auf Tour" zu gehen und dabei entspannt im Croozer sitzt, hoffe ich, dass Tami
sich noch weiterhin auf längeren Strecken von mir so kutschieren lässt.
Kurz vor Zons machten wir am Rheinufer eine kleine Pause zum Steinewerfen und Füße kühlen. Anschließend, im netten Biergarten am Zonser Fähranleger, gab’s dann zu Mittag Pfannekuchen mit Pfifferlingen - ist ja jetzt Saison. Scheinbar ist ganz Südosteuropa zu einer riesigen Pfifferling-Kolchose mutiert, so wie diese Pilze in Mengen in der Gastronomie angepriesen werden. Übrigens Tami mag diese Pilze sehr gern, Champignons dagegen überhaupt nicht. Nachdem wir uns also unsere Wochenration an Schwermetallen einverleibt und über den Rhein übergesetzt hatten, schnurgelte Tami auch bald ein und wurde erst ein paar Kilometer vor der Haustüre wieder wach. Stephanie kam nur wenig später vollbepackt aus der Stadt zurück - das Meiste davon waren allerdings Sachen für Tamrat.

Hmm, mal sehen, ob ich Tami verklickern kann, dass man beim selbstständigen Fahrradfahren mal nicht so eben bequem ein Nickerchen halten oder während der Fahrt mit Spielzeug hantieren kann. Wie auch immer: Spätestens, wenn sein Geburtstag näher rückt, kommt das Thema „eigenes Fahrrad“ sicher noch mal zur Sprache. Dann sehen wir weiter...

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