Sonntag, 31. August 2008

4 Jungs und 1 Spätsommertag

Auch wenn es hier immer so klingt, als ob nur ich mit Tamrat die Highlights unternehme und das tägliche Zusammensein von Tami mit Stephanie hier im Blog kaum Widerhall findet: auch am vergangenen Samstag kam es wieder mal so aus, dass ich mit unserem Sohn alleine auf Reisen ging. Wir hatten uns bei meinem Bruder Bodo in Alzenau verabredet. Es versprach ein schöner warmer Spätsommertag zu werden und Bodo sagte: Nehmt die Badehosen mit. Tami und ich schafften es, früh genug loszufahren, so dass vor dem Mittagessen noch genug Kennenlernzeit lag. Zwar waren wir mit Tamrat bereits zum 5. Geburtstag meines Patenkindes Joel (5) in Alzenau (s. Post vom 10.3.), aber da war Tamrat erst einen Monat bei uns. Keine Ahnung, ob er sich an die fünf Gesichter der Familie meines Bruders noch erinnern konnte. Aber offensichtlich war’s kein Problem; es wurde mit den Cousins gleich losgespielt und alles lief ohne Krach und große Schreierei ab. Es ist schon auffällig, wie relaxt Tami jetzt mit anderen Kindern zusammen spielt.
Nach Mittag wurde es richtig warm und nach einer kleinen Pause (2 Cousins schliefen, Tami und Joel spielten durch) machten wir uns auf zum örtlichen Freibad, einem schönen Natursee. Hier gab es eine nette, wassergespeiste Anlage, die für Kinder wie Tamrat absoluten Hit-Charakter hat: Ein Pilzgebilde spuckte Wasser aus und es lief in einer flachen Kunststoffbahn zu einem großen Gulli unter einer großen Zeltplane. Ideal für kleine Kinder zum Laufen, Plantschen und Rumspritzen. Aber irgendwann geht die Sonne auch mal unter; es ist ja kein Hochsommer mehr. Und so packten wir gegen 19 Uhr unsere sieben Sachen zusammen. Nach dem Abendbrot fuhr dann ein bettfertiger Tamrat mit seinem Papa wieder nach Hause. (Und zwar durchgehend schneller, als es die Mama-Polizei erlaubt hätte.)

Schade nur, dass man bei so vielen Kindern kaum die Gelegenheit findet, sich mit der Verwandtschaft mal länger zu unterhalten. Es bleibt immer nur bei kurz geschilderten Abrissen und Ausschnitten aus beiden Familienleben und der gebotenen Wahrnehmung der Aufsichtspflicht, dass kein Kind „von der Fahne geht“ oder gefährlichen Quatsch macht.

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