Sonntag, 11. Januar 2009

Bahn frei!

Jetzt liegt der Schnee bei uns schon ein Woche, was in unseren rheinischen Breitengraden meteorologisch ja eine echte Seltenheit ist. Zwar hatte Tamrat letztes Jahr am Vormittag des Ostermontags bereits seinen ersten Schneekontakt gehabt (s. Post vom 24.3.08), aber jetzt – bei anhaltendem Sonnenschein und blauem Himmel – war das mit der weißen Pracht natürlich viel schöner zu genießen. Überall sah er Kinder auf Schlitten, die gezogen wurden, und bei einer kleinen Anhöhe im nahgelegenen Südpark beobachtete er interessiert die Kinder beim Rodeln. Mittwoch wollte er dann defintiv auch einen Schlitten haben.
Stephanie und ich waren uns einig, dass ein Holz-Schlitten nicht in Frage kommt: Zuviel Platzbedarf im Keller, bei zu wenig Schneeaussichten. Aber es gibt ja, wie ich feststellte, auch andere Geräte, mit denen man rutschen kann: Plastik-Woks mit zwei Griffen dran zum eher drehenden Abwärtsrutschen und eine Weiterentwicklung der alten Kaufhaustüte – ja wie nennt man dieses Ding denn: Rutschlöffel, Po-Schüssel? An so etwas war Tami sowieso eher interessiert als an so einem Oldschool-Schlitten. Vielerorts waren alle Rutschgeräte allerdings schon ausverkauft. Na, den Kaufmann freut’s! Aber bei Karstadt in der City gab’s zum Glück noch was.
Bereits am Freitag wurden also die gekauften Rutschlöffel mit den Cousinen im Kölner
Beethovenpark das erste Mal ausprobiert; am Samstag dann bei uns im Viertel. Bei einem Spielplatz lockte ein kleiner steiler Abhang, der an einigen Stellen schon gut „eingefahren“ war. Tami nahm sein Rutschlöffel-Ding, steckte es durch die Beine hindurch, setzte sich drauf und rutschte damit so selbstbewusst den Hügel runter, als wäre es eine Rutsche auf dem Spielplatz. Stephanie hatte auch eine größere Ausführung für erwachsene Hintern gekauft. Ich muss sagen, es macht bei geschlossener fester Schneedecke schon Spaß, auch wenn man mit dem Po jede Unebenheit spürt. Aua!

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