Nach dem Kindergarten ging es dann wie jeden Donnerstag zum "Liedergarten" – dieses Mal ausnahmsweise mit Mama und Papa. (Heute begannen nämlich auch Roberts zwei "Vätermonate" – herrlich!). Ich hätte allerdings gar nicht mitgehen müssen: Tamrat klebte nur am Hosenbein von Robert und ich wurde keines Blickes gewürdigt. Selbst im Tanzkreis wollte Tamrat mir keine Hand geben grrr... (Zitat der Leiterin: "Aber das ist doch die Mama!") Schließlich war am frühen Abend noch ein Besuch im äthiopischen Restaurant geplant. Es ergab sich ganz spontan, dass noch eine Freundin mit ihrem Sohn uns beim Essen Gesellschaft leistete. Während wir auf das Essen warteten, bastelteten die Jungen aus ihren Tischsets Raketen, die sie unter lautem Zischen immer wieder starten ließen (zum Glück waren wir zu dieser Zeit (und auch später :-)) die einzigen Gäste im Restaurant). Da wir doch etwas länger auf unser Essen warten mussten – vielleicht hätte ich unseren Besuch vorher anmelden sollen, denn die Köchin wurde vom Kellner schnell herbeitelefoniert – wollte unser Kellner Tamrat ein paar Worte auf Amharisch entlocken. Allerdings ohne Erfolg: Tamrat schaute ihn mit großen Augen an, nickte zwar manchmal schüchtern, aber ob er wirklich etwas verstanden hat, konnten wir nicht herausfinden. Am nächsten Tag meinte Tamrat jedoch, dass "der komische Mann" gestern "Quatsch-Wörter" gesagt habe und lachte sich dabei halb tot. Um 21 Uhr lag Tamrat schließlich glücklich, vollgegessen und sehr müde im Bett. Vor dem Einschlafen hatte er aber doch noch einen letzten Wunsch: Morgen wollte er wieder einen Tami-Tag haben.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Tami-Tag
Nach dem Kindergarten ging es dann wie jeden Donnerstag zum "Liedergarten" – dieses Mal ausnahmsweise mit Mama und Papa. (Heute begannen nämlich auch Roberts zwei "Vätermonate" – herrlich!). Ich hätte allerdings gar nicht mitgehen müssen: Tamrat klebte nur am Hosenbein von Robert und ich wurde keines Blickes gewürdigt. Selbst im Tanzkreis wollte Tamrat mir keine Hand geben grrr... (Zitat der Leiterin: "Aber das ist doch die Mama!") Schließlich war am frühen Abend noch ein Besuch im äthiopischen Restaurant geplant. Es ergab sich ganz spontan, dass noch eine Freundin mit ihrem Sohn uns beim Essen Gesellschaft leistete. Während wir auf das Essen warteten, bastelteten die Jungen aus ihren Tischsets Raketen, die sie unter lautem Zischen immer wieder starten ließen (zum Glück waren wir zu dieser Zeit (und auch später :-)) die einzigen Gäste im Restaurant). Da wir doch etwas länger auf unser Essen warten mussten – vielleicht hätte ich unseren Besuch vorher anmelden sollen, denn die Köchin wurde vom Kellner schnell herbeitelefoniert – wollte unser Kellner Tamrat ein paar Worte auf Amharisch entlocken. Allerdings ohne Erfolg: Tamrat schaute ihn mit großen Augen an, nickte zwar manchmal schüchtern, aber ob er wirklich etwas verstanden hat, konnten wir nicht herausfinden. Am nächsten Tag meinte Tamrat jedoch, dass "der komische Mann" gestern "Quatsch-Wörter" gesagt habe und lachte sich dabei halb tot. Um 21 Uhr lag Tamrat schließlich glücklich, vollgegessen und sehr müde im Bett. Vor dem Einschlafen hatte er aber doch noch einen letzten Wunsch: Morgen wollte er wieder einen Tami-Tag haben.

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