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Gute Zeit für Baulöwen
Mit älteren Jungs ist das so’ne Sache. Bei ihnen lässt Tami Sachen zu, die bei Gleichaltrigen oder gar Jüngeren sicher nicht so geschehen dürfen, ohne dass es zu Scherereien kommt. Heute hatten wir Besuch von einer befreundeten Ado-Familie. Ihr Sohn Eyoel geht schon in die zweite Klasse, hatte aber erkennbar Spaß, noch mit Tamrat und seinem LEGO-Duplo zu spielen. Irgendwann griff Eyoel allerdings zu einem Bagger und walzte damit durch Tamrats aufgebauten LEGO-Zoo. Und einmal in Fahrt, wurden alle anderen Bauwerke in der Umgebung ebenfalls dem Erdboden gleich gemacht. Ich beobachtete die Szenerie im Türrahmen und dachte: Oje, das wird jetzt ein Drama geben. Doch weit gefehlt: Zuerst stutzte Tamrat einen Moment, bevor er dann mit großem Gegröle beim Spiel "Super-Erdbeben im Kinderzimmer" mitmachte. Jetzt flogen die bunten Steine nur so herum und keiner von ihnen blieb auf dem anderen. So muss es auch sein. Denn Tamrat hat – so glaube ich – den großen baustrategischen Vorteil von LEGO immer noch nicht so recht erfasst: Jede Konstruktion beruht auf Destruktion. Alles muss eben irgendwann mal eingerissen werden, damit Neues entstehen kann. Und das möglichst schnell. Denn wie wir abends beim Aufräumen festgestellt haben, fehlt es für die Gesamtheit aller einzelner LEGO-Steine an genügend großen Aufbewahrungsboxen. Da muss jetzt schnell ein Wiederaufbauprogramm gestartet werden, damit der Weg durchs Kinderzimmer trümmerfrei wird.
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