Viele werden wissen, dass wir als Familie Mitglied in einem bundesweit aufgestellten Adoptivelternverein sind. Neben der Unterstützung von Adoptiveltern und vielen Freizeiten betreibt unser Verein auch Projektarbeit in Äthiopien und Südafrika. (Infos: siehe Linksammlung rechts). Im letzten Jahr habe ich mich in den Vorstand wählen lassen und stand dann auch gleich vor der ersten großen Aufgabe. Nämlich, gemeinsam mit meinen sechs Vorstandskolleginnen und -kollegen das 25-jährige Jubiläum unseres Vereins zu organisieren und idealerweise sein Wirken seit 1987 zu dokumentieren. Schnell war klar, dass dazu am Besten eine Festschrift geeignet sei, die pünktlich zur Mitgliederversammlung im Rahmen des jährlichen großen Vereinstreffens (Eltern-Kind-Treffen) – am kommenden Wochenende in der Rhön – erscheinen sollte. Ein Konzept für die möglichen Inhalte war schnell erstellt, nur das Zusammentragen der Informationen bzw. das Niederschreiben der Erinnerungen der vorherigen aktiven Mitglieder und Vorständler nahm viel Zeit in Anspruch. Dennoch konnte ich nach Pfingsten das am Ende 112 MB-große PDF-Dokument rechtzeitig für den Onlinedruck hochladen. Das war am vorletzten Wochenende. Danach war ich schon mal ein Stück erleichtert, denn damit war die Verfügbarkeit zum Eltern-Kind-Treffen sichergestellt. Jetzt musste es nur noch gut gedruckt werden.
Nach der am vergangenen Freitag erhaltenen Mailankündigung des Druckhauses – "Ihre Ware wurde versendet" –, erhielt ich nun den Anruf, dass sie mir heute nicht zugestellt werden konnte, weil keiner zu Hause war. Kommt ja mal vor. Was mich nur stutzig machte, war dass es der Anrufer einer Spedition war, die im Düsseldorfer Hafen ansässig ist und die immer mit recht großen Lastern unterwegs ist. Sollte ich statt 600 gar 6.000 Exemplare bestellt haben? Ein Rückruf beim Fahrer brachte nicht viel Klarheit: "Die Ware können Sie ab 18 Uhr bis 22.30 Uhr bei uns abholen". Wie schön! Gespannt auf das Druckwerk fuhr ich abends noch zur Spedition. Im Büro sagte man mir, ich solle auf dem Hof um die vielen Sattelschlepper herum an eine bestimmte Rampe fahren, man würde mir die Palette dann herausfahren. Uff! Palette??? Doch vertippt und 6.000 bestellt? Zum Glück erschien ein Arbeiter mit einem kleinen Hubwagen und einer kleinen Palette, auf der rund 20 A4-große Kartons gestapelt lagen. Ich riss einen gierig auf, um ein Festschrift-Exemplar kurz durchzublättern und einen ersten Blick auf die Qualität zu werfen. Alles sehr schön. Und dabei wurde der Denkfehler bezüglich des unerwartet großen Umfangs der bestellten Lieferung klar: Während ich sonst unsere 8-seitige Mitgliederzeitschrift in zwei Kartons via DHL zum weiteren Mitgliederversand erhalte, handelte es sich ja hier um einen 60-seitigen Druckauftrag, der auch noch auf etwas festerem Papier gedruckt wurde. Also mal eben das mehr als 7-fache an Umfang, mit einem Gesamtgewicht von 200 Kilo! Das fährt auch DHL nicht mehr aus. Nun gut, ich bekam glücklicherweise alles in den Wagen rein, der dadurch eine gute Straßenlage bekam. Die 20 Kartons habe ich gestern Abend aber nicht mehr ausgeladen; ich werde sie morgen auch nur in den Keller tragen, wo ich dann wohl diesmal das Eintüten mache, und nicht hoch in den dritten Stock. Schließlich muss dann alles auch wieder runtergetragen werden. Jedenfalls bin ich ob des guten Ergebnisses sehr gelöst und entspannt und freue mich auf das Eltern-Kind-Treffen. Freitagmittag geht es los...


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