Nun gut, so viele Städte kennt Tamrat noch gar nicht, aber Freiburg liegt mit ziemlicher Sicherheit bei ihm ganz weit vorne. Unser verlängertes Pfingstwochenende im schönen Breisgau hat ihm gut gefallen, denn er war bei allen unseren Unternehmungen sehr ausgelassen und dann auch wieder "urlaubsmäßig" sehr entspannt.Die Hinfahrt am Freitagmittag dauerte aufgrund von Staus zum Pfingstwochenende allerdings erst mal sehr lang. Hinter Karlsruhe war es mit Tamis Geduld dann vorbei und er forderte immer wieder Mantra-artig: "Laufrad fahren!" Mit ein bisschen Ablenkung hielt er aber bis zur Ankunft gut durch. Als Ausgleich für sein tapferes Durchhalten konnte er sich dann am Nachmittag gleich auf dem großen schattigen Spielplatz auf dem Seepark-Gelände in der Nähe unseres Hauses austoben und bis zum Abendbrot genügend Laufrad fahren. Die drei hohen, langen Röhren-Rutschen dort hatten es ihm bei jedem Besuch angetan. Allerdings reicht der Mut bislang nur für ein gemeinsames Rutschen mit mir, Tami zwischen meinen Beinen sitzend.
Das Beste für einen wasserverrückten Jungen sind natürlich die vielen "Bächle", die Freiburgs Innenstadt durchziehen, und auch die vielen Wasservögel und ferngesteuerten Boote auf dem See des Parkgeländes. Dass ein Modell-Kreuzfahrtschiff mit Musik (darunter die Traumschiff-Melodie) übers Wasser schippern kann, war auch mir neu. Ein ebenfalls schöner Ort für Kinder in Freiburg ist der Mundenhof - eine Mischung aus Kleintierzoo und Wildpark. Orte mit hoher Verweildauer waren für Tami dort das Kaninchen- und das Affengehege. In einem Biergarten auf dem großen Gelände wurde wieder Stieleis-Essen "geübt", so dass es einem nicht flüssig über die Finger läuft oder gar auf den Boden fällt. Beim Croozer-Wandern im Schwarzwald am Pfingstsonntag konnte Tami über die angeblich "längste Sitzbank der Welt" laufen. Sie war ein 40 Meter langer, halbierter Baumstamm. Na, toll..!
Natürlich war das sommerliche Wochenende viel zu kurz und es ging am Montag schon wieder zurück - diesmal zügig ohne Stau. Trotzdem: nach spätestens dreieinhalb Stunden wird es Tami im Kindersitz langweilig. So viele Polizeiautos, Pkw mit Bootsanhänger oder andere außergewöhnliche Fahrzeuge begegnet man ja leider nicht auf der Autobahn, um ihn mit der Nase dauerhaft am Seitenfenster kleben zu sehen. Dafür gab's auf der Rückfahrt eine ausgiebige Eis- und Spielpause auf Deutschlands bestprämierter Raststätte Medebach an der A3. Da erste Nacht wieder in seinem eigenen Bett hat Tamrat dann richtig genossen und ein bisschen länger als sonst geschlafen. Naja, ein Reisebett ist ja auch kein Vergleich zum eigenen Kuschelbettchen, wo man auch mal gerne quer drin schlafen kann…

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