Sonntag, 29. Juni 2008

Sommer, Sonne, Sandstrand

In einem vom Tamrats ersten Bilderbüchern, war - neben Bauernhof, Innenstadt, Supermarkt, etc. - auch eine Doppelseite enthalten, die eine Strandszene zeigte. Mit ihr konnte Tami nie so recht was anfangen: Halbnackte Leute, die sich den Rücken eincremen, Kinder mit seltsam „aufgeplusterten“ Oberarmen und einigem Komischen mehr, was er in seiner Umwelt bislang nicht zu Gesicht bekam. Viel Wasser zum Planschen und viel Sand zum Buddeln, war so das Einzige, was wir sagten, um ihm die Relevanz dieser Meer-und-Strandszene für Kinder zu erklären.
In der letzten Juni-Woche war es nun endlich soweit: Mit einem vollgestopften Kombi - und das nur bei einem Kind! - ging’s für den einwöchigen Sommerurlaub an Hollands Küste (Walcheren). Schwägerin und Schwager mit Tamis Cousinen waren schon eine Woche eher gefahren, wohnten nicht weit entfernt und so war es immer ein kleiner Trupp, der sich dann traf und mit Sack und Pack am Vormittag in Richtung Strand aufmachte. Das Wetter spielte wunderbar mit, so das wir beide Ferienhäuser fast nur zum Schlafen und Essen brauchten. Ach ja, und natürlich zum abendlichen Sat-Fernsehen, denn es war ja EM-Zeit! Die Kinder vor Anstoß (20:45) rechtzeitig ins Bett zu bringen, gerade wo es um diese Jahreszeit noch bis halb 11 hell ist, war nicht immer ganz einfach. Besonders wenn dann auch noch die „Mamu“ (Stephanies Mutter) für ein paar Tage nach Holland kommt und mit im Spiel ist. Dann will man als Kind ja kaum einsehen, warum der Tag mit Oma schon zu Ende sein soll und man jetzt schlafen soll.
Tami war übrigens bei seinem ersten Besuch am Meer von diesem nicht gleich überzeugt: Wasser soweit das Auge reicht und der Weg dahin durch feinen Sand ist für kleine Kinderfüße ja auch etwas mühsam. Außerdem sind da auch mal fies pieksende Muschelschalen... Aber bereits am nächsten Tag freute er sich auf diesen riesigen Sandkasten und die kleinen Stellen, wo bei Ebbe immer noch etwas Meer zurückbleibt zum spritzigen Drinherumstapfen. Dass das Wasser aber salzig schmeckt, und der Sand beim Hochwerfen einem auch mal ins Gesicht fliegt, um dann ggf. im Mund auf den Zähnen zu knirschen und alles fallengelasse Essbare meist ungenießbar wird, gehört eben zum Kennenlernen des „Erlebnisraumes Strand“ elementar dazu. Trotzdem hatten alle Kinder viel Spaß. So viel Zeit zusammen hatteCousin Tami und die bereits stranderfahrenen Cousinen Henny und Franca noch nie miteinander verbracht. Man spielte entweder zusammen im Sand mit Eis-Förmchen und Bagger oder jeder machte einfach „sein eigenes Ding“. Warum auch nicht, dazu ist Urlaub ja irgendwie da. Wir Erwachsenen lungerten derweil vor unseren Familien-Strandmuscheln rum, mussten hin und wieder mal einen Streit schlichten oder mithelfen, tiefe Löcher in den Sand schaufeln, Wasser im Eimerchen beischleppen oder auf Verlangen unsere Kinder einbudddeln. Und wenn der Tag nicht gerade am Strand verbracht wurde, dann standen Ausflüge zu einem historischen Schafsschurfest, mit dem Fahrrad und Anhänger oder per Schiff übers Veere-Meer an. Holland ist für einen Familienurlaub eigentlich sehr praktisch: Es ist schnell erreichbar, unkompliziert und vor allem schön flach, so dass man die Kinder immer im Auge hat. ;-)

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