Die Adoption nach äthiopischem Recht - so hörten wir heute - ist perfekt. Es gab keine Probleme; wir können also ab dem 21. Januar aufbrechen. Etwas überraschend war für uns nur die Ankündigung, dass der Name nicht, wie in den ersten Papieren vom Kinderheim stand, Tamrat lautet, sondern Tamirat. Auch dieser Name gefällt uns gut, lässt er sich doch sehr schön abkürzen. Offensichtlich ist die Übersetzung von der amharischen Aussprache ins Englische (fürs Gericht) nicht ganz eindeutig und es wurde ein zusätzlicher Vokal eingefügt. Wir gehen also mal davon aus, dass sich deswegen die Bedeutung (s. unten) nicht geändert hat. Auch ist unser Sohn ein paar Tage jünger geworden. Statt 24. September ist nun das Geburtsdatum auf den 4. Oktober festgesetzt worden. Warum diese beiden "Korrekturen" passiert sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber letztendlich ist es auch nicht so wichtig, wo jetzt seitens des äthiopischen Staats nun damit unsere Adoption unumkehrbar abgeschlossen ist.
Mit dem heutigen Tag beginnt nun die "heiße Phase". Es sind noch knapp zwei Wochen, die wir für unsere Vorbereitungen haben. Als nächstes müssen Flugticket (2x hin, 3x zurück) und eine Unterkunft besorgt sowie das Kinderzimmer eingerichtet werden. IKEA ist mit zwei Möbelstücken noch in der "Bringschuld". Zum Glück nur Kleinteile. Auch der Wasserschaden an der Wohnzimmerdecke und das in Mitleidenschaft gezogene Parkett müssen noch in Ordnung gebracht werden. Schließlich wollen wir Tamirat ja nicht eine Baustelle als neues Heim anbieten.

1 Kommentar:
Liebe Steffi, lieber Robert
Tami klingt auch sehr schön. Und was eure Baustelle angeht: ich glaube, so was ist das Größte für kleine Jungs.
Ich wünsch euch in den nächsten zwei Wochen nur positiven Stress und danach eine glückliche Reise und "Familienzusammenführung.
Alex
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