Donnerstag, 31. Januar 2008

Mit Goofy im Hilton

Rückdatiert: Nach dem gemeinsamen Frühstück mit vielen Gästen der Mission, starteten wir mit einem bestellten Taxi zu einer ersten Souvenir-Shoppingtour nach Downtown Addis. Mal sehen, wie weit Tamrat dazu Lust und Laune hat. Also Augen zu und durch, bzw. rein: Rein in die winzigen Läden und wieder raus, ohne nicht jedes Mal mit einem Redeschwall das ganze Warenangebot des Händlers angepriesen bekommen zu haben. In Grundzügen haben alle das Gleiche, aber wenn man genauer hinschaut, entdeckt man doch hier und da Unterschiede in Design und Qualität - und natürlich auch im Preis. Mit Tamy auf dem Arm wurden wir zwei Weißen natürlich sehr oft angesprochen und nach seinem Namen gefragt. Die Leute gingen sehr liebevoll mit ihm um. Auch uns gegenüber war man freundlich und lächelte im Vorbeigehen. Ich war mir erst nicht sicher, denn man weiß ja nicht, wie manche Äthiopier denn über die Adoption „ihrer Kinder“ denken. Tamrat war das eh egal und er wurde langsam müde, da es auf Mittag zuging. Wir hatten uns sehr viele schöne Sachen ausgesucht, für die aber unser für den Tag mitgenommenes Bargeld an äthiopischen Birr und US-Dollar nicht mehr reichte. Leider ist es schwierig in Addis mit MasterCard an Bargeld zu kommen (alle anderen sind auch nicht besser). Nur im Hilton kann mit dieser Karte Geld „abgehoben“ werden. Jetzt war es nahezu 12 Uhr. Und da das Hilton eine schöne Gartenterrasse mit Restaurant besitzt, haben wir alle im Schatten etwas gegessen und relaxt. Tamrat bekam den Kinderteller „Goofy“ (Pommes mit Ketschup). Herrlich! Für so ein Essen sind Kinderfinger gemacht: Fritte für Fritte in die Soße tunken und ab in den Mund. Anschließend hatte Tamy Spaß, die kleinen Vögel zu verscheuchen, die sich frech und ohne Scheu unterm Tisch über die Krümel seines Brötchens hermachten. Jetzt war es wirklich höchste Eisenbahn für den Mittagsschlaf. Während Tamrat (und Stephanie) sich also in der Mission vom Basartingeln erholten, bestieg ich nochmal ein Taxi in die City und kaufte mit „frischem Geld“ die hinterlegten Souvenirs ein. Darunter ist auch ein Kinder-T-Shirt mit dem Aufdruck: „I’m proud to be Ethiopian!“ Jawoll, das soll er sein, aber erstmal wird Deutsch gelernt ;-)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Herzlich willkommen Familie Steinchen,

sicherlich haben euch in der letzten Woche die Ohren geklingelt oder doch aus unerklärlichen Gründen gejuckt. Auch wir haben - so wie viele, die euch kennen- oft an euch gedacht und euch die besten Gedanken geschickt!!!
Die Berichte eurer ersten Tage klingen auf alle Fälle sehr aufregend und glücklich. Wir hoffen euch bald - wenn ihr richtig angekommen seit- als Familie zu sehen. Bis dahin alles Liebe
Yvonne + Clemens