Rückdatiert: Während in Düsseldorf heute sicherlich kräftig und ausgelassen gefeiert wurde, stand für uns dieser Tag ganz im Zeichen des Treffens mit Tamrats leiblicher Mutter. Die Begegnung fand am späten Nachmittag auf dem Gelände der Mission statt. Die gute Stunde, die das Treffen – im Beisein der Sozialarbeiterin - dauerte, war für uns sehr wichtig, konnten wir doch noch Antworten auf einige Fragen und Fotos bekommen, die nur eine Mutter geben kann. Aber jeder, der sich nur ein bisschen eine solche Situation vor Augen führen kann, weiß, was diese Momente für uns, die Mutter und später auch für Tami bedeuten. Selbstverständlich werden wir – dies versprachen wir auch Tamis Mutter – das Bewusstsein und den Stolz, aus einem kulturell bedeutungsvollen und schönen afrikanischen Land zu stammen, Tamrat nahebringen und fördern.
Dass das Treffen erst heute zustande kam war im Nachhinein sogar ganz gut. So konnten wir die Unbeschwertheit auf dem Gelände mit unserem Sohn ausgiebig genießen. Die Stimmung war danach bei Stephanie und mir schon sehr gedrückt. Bei aller Freude fühlt man sich doch auch ein bisschen schuldig – und fühlt irgendwie eine Bürde, die einem nun übertragen wurde. Diese Lockerheit ist jetzt dahin. Nun, es liegt auch kein ganzer Tag mehr vor uns, bis unser Flieger morgen um 23:30 Uhr abhebt. Jetzt gilt unsere ganze Aufmerksamkeit der guten „Überführung“ unseres Sohnemanns in ein neues Land.

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