Sonntag, 3. Februar 2008

Kindergottesdienst in Addis

Rückdatiert: Interessanterweise gibt es in Addis eine German Speaking Evangelical Lutheran Church. Und da heute der Tag des Herrn ist, sind wir zum Gottesdienst gefahren. Die Besucher waren zur Hälfte Äthiopier und zur Hälfte Deutsche. Nach ein paar Liedern und Worten gingen die vielen anwesenden Kinder zwischen 3 und 10 Jahren mit zwei Frauen in den Garten des Pfarrheims zu einem Kindergottesdienst. Tamrat und ich gingen mal mit. In einer einem Tukul (Rundhütte) nachgebauten Gartenlaube wurde den Kindern die Bibelgeschichte von Zachäus, dem Zöllner, mittels kleinem Puppenspiel nähergebracht. Vorher sollten wir uns alle kurz vorstellen. Ich übernahm das mal für Tami, denn bislang hörten wir ihn noch nicht einmal seinen Namen sagen – und sei es auch nur in einer Babyversion. Neugierig zuschauen stand bei ihm vor mitmachen, während einige Kinderkirchenlieder mit Unterstützung von Gesten gesungen wurden. Nach dem Gottesdienst von Groß und Klein gab’s Kaffee, Tee, Saft und Kuchen rund ums kleine Gemeindehaus. Die Kinder spielten mit Lego-Duplo und den aufgestellten Spielgeräten auf dem Grundstück. Tami war natürlich wieder fasziniert von allen Wasserkränen, die er finden konnte. Wie er die nur immer so schnell sieht?! Mit dem Leiter der Mission und seiner Tochter konnten wir zur Mission zurückfahren. Es war schon etwas spät für Tami, denn heute hat die Missionsküche – bis aufs Frühstück – Ruhetag. Wir kochten ein paar der mitgebrachten Nudeln mit Tütentomatensoße und danach ging’s ab zum Mittagsschlaf. Stephanie und ich legten uns etwas auf die große Wiese und dösten in der angenehm warmen Sonne. Irgendwann waren auch Dibora und Ruti wieder draußen zum Spielen. Mulu, die mir ihrem Mann am Eingang der Mission in einem kleinen 2-Zimmer-Gebäude wohnt, lud uns zum Sonntagnachmittagskaffee zu sich nach Hause ein. Der Kaffee war am Tag zuvor frisch geröstet und zu Pulver gestampft worden. Zum äthiopischen starken buna gab es selbstgebackenen Gewürzkuchen und für die Kids Kekse. Wir brachten unsere „Standardverpflegung“ mit: Salzstangen, Butterkekse und Gummibärchen. Bis zum Abendbrot folgte dann das übliche Spiel im Hof: Dreirad- bzw. Fahrradschieben. Erfolg für heute: Tami hat jetzt raus, wie man lenken kann und damit die Richtung bestimmt. Das macht die Sache für alle Beteiligten natürlich interessanter.

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